Barrierearmes Word-Dokument
Tabellen
Warum sind Tabellen wichtig?
Tabellen dienen dazu, wichtige Daten übersichtlich darzustellen.
Lesende mit einem Screenreader lassen sich normalerweise eine Zelle nach der anderen vorlesen. Um barrierefreie Tabellen zu gestalten, sollte der Tabelle daher eine logische Struktur zugrunde liegen.
Wie formatiere ich eine Tabelle?
Allgemein ist zu sagen, dass große und komplexe Tabellen für sehbeeinträchtigte Lesende nicht einfach verständlich sind. Deshalb ist zu raten, große Tabellen in mehrere kleine Tabellen aufzuteilen, die verständlicher sind.
Anlegen einer Tabelle
Eine Tabelle wird über die Registerkarte Einfügen > Tabelle eingefügt. Es öffnet sich ein Raster, mit dem Sie bereits die Größe der Tabelle festlegen können (siehe Abb. 1). Durch Auswahl der gewünschten Kästchen wird die Tabelle automatisch hergestellt.
Da die Tabellen normalerweise zeilenweise vorgelesen werden, sollen die Inhalte auch verstanden werden können, wenn diese zeilenweise vorgelesen werden. Folglich sollte in jeder Zeile die gleiche Anzahl von Spalten vorhanden sein. Man sollte also nicht mithilfe des Radierers mehrere Spalten miteinander verbinden.
Über das Tabellentool wird die Option "Tabelle zeichnen" angeboten. Über diese Option kann man mithilfe des Mauszeiger die Tabelle selbst zeichnen. Da hier keine automatische Normierung der Zellen stattfindet, ist diese Option nicht barrierefrei.
Ebenso sollte man die "Excel-Kalkulationstabelle" vermeiden, da bei der Konvertierung des Word-Dokument in z.B. eine pdf-Datei, die Tabelle keine Tabelle bleibt, sondern zu einer Grafik wird.
Die Inhalte der Zellen können somit durch den Screenreader nicht vorgelesen werden.
Alternativtext
Obwohl die Tabelle vorgelesen wird, lohnt es sich, der Tabelle einen Alternativtext zu geben. Dadurch wird das Verständnis für die Tabelle erhöht.
Hierfür markieren Sie die Tabelle und klicken per Rechtsklick darauf. Wählen Sie die Schaltfläche "Tabelleneigenschaften" aus (siehe Abb. 2). Im geöffneten Menü wählen Sie die Registerkarte "Alternativtext" aus und geben dort den Titel und Alternativtext ein (siehe Abb. 3).
Beschriftung
Der Tabelle sollten Sie außerdem eine Beschriftung beifügen. Mithilfe derer kann die Tabelle im Abbildungsverzeichnis aufgeführt werden oder es kann ein eigenes Tabellenverzeichnis angelegt werden. Auch hier markieren Sie die Tabelle und klicken per Rechtsklick darauf. Dieses Mal wählen Sie die Schaltfläche "Beschriftung einfügen" (siehe Abb. 4). Es öffnet sich ein Fenster in welchem Sie die Beschriftung, Bezeichnung und Position eintragen und auswählen können (siehe Abb. 5).
Struktur hinter der Tabelle
Eine Besonderheit der Tabelle liegt darin, dass sie nicht nur optisch korrekt formatiert werden muss, sondern auch eine programmische Zuordnung benötigt. Die Struktur der Tabelle muss angegeben werden, sodass eine Sprachausgabe, die Verknüpfungen der Tabelle ausgeben kann. Deshalb sollte die erste Spalte als Kopfzeile und dadurch als Überschrift markiert werden.
Klicken Sie dafür in ein Feld der ersten Tabellenzeile. Es öffnet sich die neue Registerkarte Tabellentools (manchmal Tabellenentwurf) > Entwurf. Hier wählen Sie nun das Häkchen für Kopfzeile aus (siehe Abb. 6). Klicken Sie außerdem per Rechtsklick in ein Feld der ersten Tabellenzeile. Wählen Sie die Schaltfläche "Tabelleneigenschaften" aus (siehe Abb. 7). Im geöffneten Menü wählen Sie die Registerkarte Zeile aus und setzen Sie das Häkchen bei der Option "Gleiche Kopfzeile auf jeder Seite wiederholen" (siehe Abb. 8). Auf diese Weise wird die erste Zeile einer Tabelle als Überschriftenzelle für Screenreader ausgewiesen und auf jeder Seite angezeigt.







